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Arnsberg. „Autismus – Gefangen in einer anderen Welt?“ war das Thema der gut besuchten Informations-veranstaltung der AKIS im HSK – Arnsberger Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Hochsauerlandkreis am vergangenen Mittwoch im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg.

Die Dipl. Sozialpädagogin Britta Hahne von der Autismusambulanz des Deutschen Roten Kreuzes in Hamm gab eine Einführung in das Themengebiet der Autismus-Spektrum-Störungen sowie Anregungen und praktische Beispiele für den Umgang mit betroffenen Menschen. Des Weiteren ging sie auf die Aufgaben und Förderangebote der Autismus-Ambulanz ein und beantwortete die Fragen der zum Teil auch professionellen Besucher. So waren beispielsweise Frau Müller-Terhardt vom Jugendhilfedienst der Stadt Arnsberg, Frau Scheffer vom Jugendamt der Stadt Sundern und Herr Humpert vom Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises anwesend, die alle Vertreter der Kostenträger für therapeutische Maßnahmen sind, sowie Mitarbeiter diverser sozialer Träger.

Initiator der Selbsthilfegruppe Martin Werner, Britta Hahne (Autismus-Ambulanz), Marion Brasch (AKIS im HSK). Foto: Pressebild

Schön, dass so viele Interessierte den Weg in diese Informationsveranstaltung gefunden haben, das ist ein gutes Zeichen dafür, dass zukünftig ein Gesprächskreis Autismus hier im Hochsauerlandkreis seinen Platz findet.“, so Marion Brasch, Leiterin der AKIS im HSK, und begrüßte die Initiative des betroffenen Vaters, Martin Werner, der am Ende der Veranstaltung das Wort übernahm und auf die neue Selbsthilfegruppe hinwies.

In der Gruppe können wir von den Erfahrungen der anderen profitieren und uns gegenseitig Tipps und Unterstützung bieten. Die Gruppe ist offen für alle Formen des Autismus-Spektrums und richtet sich an Angehörige, betroffene Jugendliche und Erwachsene, Fachkräfte und alle Interessierte. Neue Teilnehmer sind immer willkommen.“, so Herr Werner, der auch als Ansprechpartner der Gruppe zur Verfügung stehen wird. „Das Wesen des Autismus, einer tiefgreifenden Entwicklungs-störung, beinhaltet die Beeinträchtigung der sozialen Interaktion und zwischenmenschlichen Kommunikation. Dies hat weitreichende Folgen für die Familien der Betroffenen und ihr gesamtes Leben, zumal den Menschen mit Autismus häufig mit Unverständnis, Unsicherheit, Ablehnung oder Irritation begegnet wird. Mit kompetenter Hilfe lässt sich allerdings viel erreichen.

Zum Abschluss bedankte sich Herr Werner für die Unterstützung bei der Gruppen-gründung und für die Organisation der Informationsveranstaltung bei den Mitarbeiterinnen der AKIS im HSK, die für ihn eine wichtige Anlaufstelle war, um seine Idee umzusetzen.

Die Selbsthilfegruppe „Autismus“ trifft sich künftig jeden 2. Donnerstag im Monat ab 18:00 Uhr im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg, Clemens-August-Str. 120, 59821 Arnsberg. Das erste Treffen findet am 09. Juni 2011 statt. Interessierte wenden sich bitte an Martin Werner, Tel.: 02932 895475, E-Mail: werner99@gmx.net oder die AKIS im HSK, Marion Brasch, Tel.: 02931 9638-105, Mail: selbsthilfe@arnsberg.de.

Quelle: AKIS im HSK