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Arnsberg. In den letzten Tagen ist es wiederholt zu Anfragen bezüglich der Größe und Umfanges von Schützenvögeln gekommen. Der Kreisschützenbund Arnsberg möchte mit diesem Schreiben über den derzeitigen Stand der Diskussionen mit dem Bundesinnenministerium in Berlin für Aufklärung sorgen.

Durch das Bundesinnenministerium ist 2012 eine Verordnung erstellt worden, die u.a. die Größe und den Umfang von Schützenvögeln behandelt.

Diese Verordnung wurde Ende 2012 durch ein Bundesgesetzblatt herausgegeben.

Durch einen Zufall wurde diese Verordnung uns Traditionsschützen Anfang 2013 Jahres bekannt.

Der Bundesschießmeister Hans Dümpelmann, Dieter Braun, Kreisoberst Schützenbund Brilon und Klaus Tacke, Beauftragter für das Schießwesen im Kreisschützenbund Arnsberg, (Bezirksregierung) haben die neue Verordnung zufällig bekommen.

Erst da wurden wir über die für mich verheerenden Forderungen für den zukünftigen Vogelbau aufgeklärt.

Dieter Braun, Hans Dümpelmann und ich, haben daraufhin den Bundesvorstand über diese katastrophale Bestimmung aufmerksam gemacht. Besondere über die Folgen, die nicht nur uns, sondern auch die anderen Dachorganisationen, wie Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS), dem Rheinischer Schützenbund usw. von großer Bedeutung sind.

In der Bundesvorstandssitzung haben wir vorgetragen, dass die Kreisschützenbünde Arnsberg, Brilon und Meschede das Problem einem Vertreter des Bundesinnenministeriums vertragen werden. Durch die Einladung des CDU-MdB Professor Dr. Patrick Sensburg wurde die Möglichkeit geschaffen, ein Gespräch mit dem Abteilungsleiter, Ministerialdirigenten Norbert Seitz zu führen Das Gespräch fand mit Hilfe von Prof. Dr. Patrick Sensburg am 25.Februar 2013 in Berlin statt.

In verschiedenen Medien und unserer Internetseite wurde darüber berichtet.

Für Norbert Seitz waren Problematik und Auswirkungen absolut nicht bekannt. Er zeigte sich daraufhin sichtlich betroffen über diese kuriose Verordnung, die in seiner Abteilung geschrieben und herausgegeben worden war.

Der Kreisschützenbund Brilon hatte zwei Schützenvögel als Anschauungsobjekt (Bauweise nach alter und neuer Verordnung) und ein entsprechendes Begleitschreiben bzw. Broschüre mit unserer Beteiligung vorbereitet. Dieter Braun Kreisoberst Brilon), hat den Sachverhalt und ihre Auswirkungen dargestellt.

Dabei stellte sich heraus, dass das Ministerium nur den Deutschen Schützenbund, den Dachverband für das sportliche Schießen, zu diesem Vogelbau-Thema befragt hat.

Weder der BHDS, Sauerländer Schützenbund oder sonstige Schützenverbände, die sich mit dem traditionellen Schießen in Deutschland befasst wurden befragt.

Außerdem wurde bei dem Gespräch deutlich, dass dem Ministerium Schützenfeste, Traditionsschützen, Sauerländer Schützenbrauchtum und ähnliches gar nicht bekannt sind.

Ministerialdirigent Norbert Seitz bedauerte es, dass es zu diesem Missstand gekommen ist. Er versprach den Vertretern der drei Kreisschützenbünde bis Anfang der Schützenfestsaison eine Regelung zu finden, die für alle Beteiligten vertretbar sein wird.

Er sprach weiterhin eine Einladung an die Vertreter der Kreisschützenbünde Arnsberg, Brilon und Meschede aus, um diese kuriose Problematik zum Abschluss zu bringen.

Bis zu diesem Zeitpunkt müssen wir, ob wir wollen oder nicht, das Thema so vertreten.

Quelle: Stadt Arnsberg