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Arnsberg. Keinen Appel und kein Ei? In vielen Dörfern im Stadtgebiet und in manchen Stadtteilen gibt es keine Läden mehr, in denen man sie kaufen könnte. Oder eine Zahnbürste. Oder Heftpflaster. Oder eine Glühbirne. Was alles nicht in die Tüte kommt!

Ein Problem, das nicht nur die Älteren betrifft, sondern zunehmend auch jüngere Mitbürger. Die Wege in die Zentren oder zu den Supermärkten auf der grünen Wiese sind lang und zeitaufwändig. Und sind die Läden in ihrem Bestand gefährdet, ist oft auch die Vitalität des gesamten Ortsteils bedroht. Doch was kann dagegen unter-nommen werden?

Diese existenzielle Herausforderung einer Gesellschaft des langen Lebens hat der Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg zusammen mit der Fachstelle Zukunft Alter und der Stadtentwicklung Arnsberg aufgegriffen. Im Rahmen des Fachtags „Generationen-freundliches Einkaufen“ am Dienstag [23. Oktober 2012] werden im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg unterschiedliche Facetten der Situation erörtert. Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Arnsberg sind zum Mitmachen eingeladen.

Dort, wo vor wenigen Jahren noch Geschäfte florierten, gähnen heute leere Schau-fenster. Nicht nur in den Dörfern oder der Altstadt der Stadt Arnsberg, auch anderswo. Doch wie kann diesem Trend begegnet werden? Am Fachtag „Generationen-freundliches Einkaufen“ sollen neue Ideen und Konzepte vorgestellt, neue Wege gesucht und vor allem von den Teilnehmern selbst Vor-schläge erarbeitet werden, wie sich Einzelhandelsstrukturen im gesamten Arnsberger Stadtgebiet verbessern oder aufrecht erhalten lassen. Und: Wie sieht „generationenfreundliches Einkaufen“ eigentlich aus?

Kein Appel und kein Ei?! Wie kommt das nun in die Tüte?

Der Fachtag bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen einzubringen. Los geht es um 10 Uhr. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans-Josef Vogel und die Vorsitzende des Seniorenbeirates, Inge Nüsken, wird in das Thema eingeführt. Die Moderation werden Martin Polenz (Fachstelle Zukunft Alter) und Stephanie Schnura, Medienreferentin der Stadt Arnsberg, übernehmen. Erörtert werden Einzelthemen wie Geschichte und Entwicklung des Einzelhandels in der Stadt Arnsberg und die Konsequenzen, das Problem der Leerstände auch aus Sicht der Immobilieneigentümer und die gestiegenen Anforderungen an den öffentlichen Personennahverkehr. Nach einem kleinen Imbiss in der Mittagspause werden in Arbeitsgruppen die Themen „Mobilität – Wege zum Einkaufen“, „Service und Komfort“ und „Dringender Bedarf/Notwendiges Angebot/Standortfragen“ diskutiert und anschließend im Plenum vorgestellt. Um 16 Uhr endet der Fachtag.

Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in eine Dokumentation ein, die als Basis für die weiteren Schritte hin zu einem „generationenfreundlichen Einkaufen“ in Arnsberg dient.

„Für´n Appel und ´nen Ei? – Nahversorgung in Arnsberg – Heute und Morgen“

Ablauf des Fachtages

10 Uhr:
Begrüßung durch Bürgermeister Hans-Josef Vogel und Inge Nüsken, Vorsitzende des Seniorenbeirates Arnsberg

Vormittag 1: Moderierte Gesprächsrunde mit den vier Teilnehmern:

  1. Corinna Wegler-Pöttgen – aus der Perspektive der jungen Familie auf dem Dorf
  2. Hans Rath und Jochen Böhmer – aus der Perspektive der Entwicklung des Einzelhandels ab 1965 in Arnsberg
  3. Gerd Schulte – Vertreter von Haus und Grund mit der Perspektive aus der Sicht der Grundeigentümer zum Thema Leerstände

Vormittag 2: Moderierte Gesprächsrunde mit

  1. Claudia Grewe, Inh. der Fa. Bäckerei und Lebensmittel Grewe in Herdringen aus der Perspektive eines Nahversorgers
  2. H.W. Koch – Vertreter des Seniorenbeirates Lippstadt- Vorstellung des Projektes „Busbegleiter“ von der Idee zur Realisierung

Vormittag 3: Vorträge

  1. Präsentation von „Emmas Enkel“ durch Sebastian Diehl
  2. Präsentation des Einzelhandelsverbandes zum Thema: „Generationen-freundliches Einkaufen“ durch Klaus Wilmers, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Arnsberg

12:30 Uhr:
Mittagspause und Imbiss

Nachmittags: moderierte Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern

  1. Mobilität – Wege zum Einkaufen
  2. Service und Komfort des Einkaufens
  3. Dringender Bedarf – notwendiges Angebot – Standortfragen – Was und Wo?

Anschließend: Präsentation der Ergebnisse und Ausblick

Gegen 16 Uhr: Ende des Fachtages

Quelle: Stadt Arnsberg