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Arnsberg / Hüsten (ots). Am Donnerstag [24. November 2016] kam es gegen 13.30 Uhr zu einem Gefahrgutaustritt in einem Galvanikbetrieb in Arnsberg-Hüsten. Aus bislang ungeklärter Ursache entwichen dort sogenannte nitrose Gase, welche als Wolke über dem Industriegebiet an der Wagenbergstraße aus weiter Entfernung deutlich sichtbar waren.

Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr sperrten den Bereich zunächst großräumig ab und begannen unverzüglich mit der Niederschlagung der Dämpfe mit Wasser. Vorsorglich wurden im Bereich Unterhüsten Lautsprechdurchsagen der Polizei durchgeführt, welche als Vorsichtsmaßnahme zum Schließen der Türen und Fenster aufforderten. Zudem wurde die unmittelbar über die Einsatzstelle führende Bundesstraße 229N durch die Polizei für den Verkehr in beide Richtungen gesperrt. Im betroffenen Einsatzbereich wurde ständig Luftproben genommen, eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.

Rund 140 Einsatzkräfte waren beim Chemieunfall in Hüsten im Einsatz. Foto: © Feuerwehr Arnsberg

Rund 140 Einsatzkräfte waren beim Chemieunfall in Hüsten im Einsatz. Foto: © Feuerwehr Arnsberg

Insgesamt wurden 22 betroffene Personen von Notärzten und Personal des Rettungsdienstes untersucht, wovon 5 zur weiteren Untersuchung in die anliegenden Krankenhäuser transportiert wurden. Nachdem die Maßnahmen der Feuerwehr ihre Ergebnisse zeigten konnten die Warnmeldungen und die Straßensperrung wieder aufgehoben werden.

Neben den beiden hauptamtlichen Feuerwachen waren die Einheiten aus den Ortsteilen Hüsten, Neheim, Bruchhausen, Niedereimer und Arnsberg sowie der Fernmeldedienst und die ABC-Einheit im Einsatz, welche durch eine Messgruppe der Feuerwehr Eslohe sowie weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr Sundern unterstützt wurden. Neben dem Regelrettungsdienst aus den Städten Arnsberg und Sundern war auch das Deutsche Rote Kreuz Neheim-Hüsten tätig.

Insgesamt waren rund 140 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz. Die Einsatzstelle konnte gegen 21.30 Uhr von der Feuerwehr an den Betreiber übergeben werden. Über die Ursache liegen derzeit noch keine näheren Erkenntnisse vor, die Ermittlungen der Behörden dauern an.

Quelle: Feuerwehr Arnsberg