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Arnsberg. „Der hier vorgenommene Ausbau stellt die zukunftssicherste Lösung für ein drängende Problem dar, das bis heute im betroffenen Gewerbegebiet vorherrschte“, erklärt der Projektverantwortliche Marc Padberg der Stadtwerke Arnsberg GmbH die derzeit laufenden Arbeiten. Seit mehreren Wochen graben sich die Bagger durch die Gehwege und Straßen des Gewerbegebietes Bergheim, um im Auftrag der Stadt Arnsberg ein durchgängiges Leerrohrnetz zu verlegen.

Zukünftig soll in den Leerrohren die dringend benötigten Breitbandanschlüsse für die Gewerbetreibenden verlegt werden. „Die Verlegung einer solchen passiven Infrastruktur bietet ein Höchstmaß an Technologie-Neutralität und interessierten Betreibern die Chance, den Kunden ohne die ansonsten hohen Tiefbaukosten zu erreichen“ erklärt Marc Padberg weiter. Diese Kosten machen in der Regel bis zu 70 % der Gesamt-kosten aus. Sie führen immer wieder dazu, dass Gebiete von den Breitbandunte-rnehmen nicht erschlossen werden, da schlichtweg eine Wirtschaftlichkeit nicht erreicht werden kann.

Marc Padberg (Stadtwerke Gmbh & Co KG) und Bernd Lepski (Wirtschaftsförderung Arnsberg) vor der Baustelle in der Von-Siemens-Straße auf Bergheim. Foto: Stadt Arnsberg

Auch nach Ansicht der Wirtschaftsförderung Arnsberg ist mit der Verlegung eines Leerohrnetzes endlich der Weg zu den dringend benötigten Breitbandanschlüssen frei. „Für uns alle überraschend und zugleich erfreulich ist das Engagement von Unitymedia in dem Gewerbegebiet“, erläutert Wfa-Chef Bernd Lepski die Gunst der Stunde. Das Kabelunternehmen bietet seit Herbst 2010 auch Geschäftskundenprodukte auf der Basis von DOCSIS 3.0 in Arnsberg an. Diese Businessprodukte mit maximalen Bandbreiten von 128 MBit/s im Down- und 5 MBit/s im Upstream sind besonders für kleine und mittlere Unternehmen eine attraktive Alternative zu den bisherigen DSL-Produktangeboten der Telekommunikationsanbieter.

Unitymedia hatte sich an der im Vorfeld durchgeführten Nutzungsausschreibung des Lehrrohrnetzes beteiligt und den Zuschlag erhalten, als erstes Unternehmen diese passive Infrastruktur zu nutzen und ihre Infrastruktur einzuziehen. Aber auch für andere Anbieter ist die passive Infrastruktur offen und kann entsprechend genutzt werden. „Wir bauen hier entsprechend den Vorgaben des Konjunkturpaktes II ein weitgehend diskriminierungsfreies Netz“, erklärt Marc Padberg.

Bauarbeiten im Gewerbegebiet Bergheim schreiten zügig voran. Foto: Stadt Arnsberg

Für den optimalen Aufbau des NGA (Next-Generation-Access)-Netzes im Gewerbe-gebiet möchte die Stadt Arnsberg das Leerohrnetz bis auf die Privatgrundstücke verlegen. So kann später jedes Unternehmen durch eine eigene Leitung angeschlossen werden. Nur so wird ein zukunftssicheres Netz realisiert, das für alle späteren Betreiber interessant ist. „Wir müssen die Chance nutzen, die wir durch das Konjunkturpaket II bekommen haben“ sind sich Bernd Lepski und Marc Padberg einig. „Das einzelne Unternehmen kann hierdurch nur gewinnen“. Die Wirtschaftsförderung wird aus diesem Grund in den nächsten Tagen auf die Unternehmen im Gewerbegebiet zugehen und das genaue Vorgehen erläutern.

Quelle: Stadt Arnsberg