Print Friendly, PDF & Email

Hochsauerlandkreis / Arnsberg. Rund 100 Mitglieder aus unterschiedlichen Selbsthilfegruppen aus dem gesamten Hochsauerland trafen sich am vergangenen Samstag [08. Februar 2014] , um sich über das neue Projekt „SelbsthilfeMobil im Sauerland“ der Selbsthilfekontaktstelle AKIS im HSK zu informieren. Zudem wurde an unterschiedlichen Thementischen über die Perspektiven, Missstände und Problemlagen in der Selbsthilfe, aber auch über die Arbeit in Selbsthilfegruppen diskutiert.

„Selbst- und Mithilfe ist gelebte Verantwortung füreinander“ lobte Bürgermeister Hans-Josef Vogel während der Eröffnungsansprache die Arbeit der Selbsthilfegruppen. „Die Selbsthilfe ist eine nicht mehr wegzudenkende Säule im Gesundheits- und Sozialwesen und ist bestes Beispiel für sorgende Gemeinschaften“ so Vogel weiter.

Foto: Stadt Arnsberg / AKIS

Foto: Stadt Arnsberg / AKIS

Er betonte, wie wichtig das freiwillige Engagements gerade im Bereich der Selbsthilfe sei; dieses müsse aber auch sowohl personell als auch durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten seitens der Kommune unterstützt werden. In diesem Zusammenhang dankte er den Mitarbeiterinnen der AKIS im HSK und deren Mitstreitern vom Kompetenzteam Selbsthilfe Hochsauerland (KSH), die mit viel Elan für die Selbsthilfe werben und Tabus abbauen wollen.

Auch Bärbel Brünger, stellvertretend für die Krankenkassen / Krankenkassenverbände, machte deutlich, dass nur durch die professionelle Unterstützung der AKIS im HSK und das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen Brasch und Bönsch ein Projekt wie das „SelbsthillfeMobil im Sauerland“, verwirklicht werden kann, welches auch finanziell von den Kassen gefördert wird.

Foto: Stadt Arnsberg / AKIS

Foto: Stadt Arnsberg / AKIS

Die Idee hinter dem Projekt ist ebenso einfach wie effektiv: Das SelbsthilfeMobil, ein Bulli mit 7 Sitzen und einer Ladefläche wurde eigens dafür angeschafft, die Mobilität der AKIS, des KSH und der Selbsthilfegruppen auszubauen. Das SelbsthilfeMobil soll zukünftig durch den gesamten HSK touren und bringt eine klare Botschaft zum Ausdruck: „Kommst’e nicht zu mir, komm ich zu Dir“.

Gestärkt mit Kaffee und Kuchen, wie auch der Titel der Veranstaltung „Mit Kaffee, Stift und Geistesblitz“ schon verriet, ging es dann an den Thementischen kreativ weiter. Viele Ideen und spannende Gespräche untereinander machten deutlich, was den Mitgliedern und Leitungen der regionalen Selbsthilfegruppen wichtig ist, welche Unterstützung sie brauchen oder wo der Schuh drückt.

Foto: Stadt Arnsberg / AKIS

Foto: Stadt Arnsberg / AKIS

Großes Interesse fand der Thementisch „SelbsthilfeMobil – Wieso, Wehalb, Warum?“, an dem die Selbsthilfegruppenmitglieder ihre eigenen Ideen in das bevorstehende Projekt einfließen lassen konnten. Aber auch an den Tischen „Kranke Seele – Drüber reden oder ein Tabu?“, „Vorurteile in der Selbsthilfe“, „Selbsthilfe – Auslauf- oder Zukunftsmodell“ etc. fanden großen Zuspruch und viele Geistesblitze wurden zu Papier gebracht.

Mit so einem großen Interesse haben wir nicht gerechnet, freuen uns aber umso mehr über die rege Teilnahme“ so Marion Brasch. „Uns hat es gezeigt, dass Selbsthilfe auf gar keinen Fall ein Auslauf- sondern ein Zukunftsmodell ist, wir aber gemeinsam mit allen Gruppen den Bekanntheitsgrad der Selbsthilfe noch steigern müssen.

Foto: Stadt Arnsberg / AKIS

Foto: Stadt Arnsberg / AKIS

Weitere Informationen über Selbsthilfe und das Projekt „SelbsthilfeMobil im Sauerland“ gibt es bei der AKIS im HSK – Arnsberger Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Hochsauerlandkreis, unter Tel.: 02931 9638-105 oder e-Mail an selbsthilfe@arnsberg.de.

Quelle: Stadt Arnsberg / AKIS