Print Friendly, PDF & Email

Arnsberg. Viele ehrenamtliche Partner haben mitgewirkt, sich engagiert, viel Energie und Zeit eingebracht: Dank intensiver Unterstützung durch das Deutsche Rote Kreuz, den Caritasverband Arnsberg-Sundern, die Freiwillige Feuerwehr und zahlreiche Ehrenamtliche ist es der Stadt gelungen, mit der ehemaligen Pestalozzi-Schule in kürzester Zeit eine Not-Unterkunft für 141 Menschen herzurichten. Das Deutsche Rote Kreuz wird nun die Einrichtungs-Leitung übernehmen.

Wir freuen uns sehr darüber, mit dem DRK einen kompetenten und zuverlässigen Partner für den Betrieb der Flüchtlingsunterkunft gefunden zu haben“, erklärt Helmut Melchert, Leiter des städtischen Fachbereiches „Allgemeine und soziale Bürgerdienste“, zu dem auch das Büro für Zuwanderung und Integration gehört. Das DRK wird ab sofort für alle zentralen Fragen zuständig und verantwortlich sein, die den Betrieb der Unterkunft betreffen.

Dazu zählen beispielsweise die medizinische Betreuung der Flüchtlinge, die Organisation des Caterings, die Abwicklung der Kleiderkammer usw. „Wir bedanken uns bei allen ehrenamtlich Engagierten noch einmal ganz ausdrücklich und herzlich für ihr starkes Engagement in den zurückliegenden anderthalb Wochen“, betont Melchert.

Wie lange die Flüchtlinge noch in der Not-Unterkunft bleiben, bis sie auf andere Städte weiter verteilt werden, ist noch nicht klar. Sicher ist aber, dass es sich nur um eine kurzfristige Station der Menschen handelt. Allerdings werden nach ihrer Abreise voraussichtlich weitere Flüchtlinge durch das Land in der nun eingerichteten Unterkunft untergebracht. Dieser Zustand kann nach Einschätzung der Verantwortlichen bis zu einem halben Jahr andauern. „Denn aufgrund der weiterhin ungebrochen starken Flüchtlingsströme gilt das Amtshilfeersuchen der Bezirksregierung Arnsberg zunächst fort“, so Helmut Melchert.

Trotz der sehr kurzfristigen Unterkunftslösung, die für die benachbarten Anwohner recht unvermittelt kam, sind das Verständnis in der Bevölkerung und die Solidarität der Arnsberger mit den Flüchtlingen sehr groß. Davon zeugt unter anderem das große Bedürfnis der Menschen, für die Flüchtlinge in der Pestalozzi-Schule zu spenden.

Vieles ist aber mittlerweile vorhanden“, erklärt Melchert. „Wir wissen zum Teil schon gar nicht mehr, wohin mit einzelnen Dingen, was die Abläufe in der Schule eher verkompliziert als vereinfacht.“ Da die Flüchtlinge in der Pestalozzi-Schule nur für eine kurze Zeit in der Stadt bleiben, bevor sie auf andere Kommunen verteilt werden, hält die Stadt insbesondere Spenden für die anderen, dauerhaften Flüchtlingsunterkünfte im Stadtgebiet für sinnvoll. „Die Flüchtlinge dort bleiben längerfristig in Arnsberg und freuen sich ebenso über Unterstützung aus der Bevölkerung“, so Melchert.

Zur besseren Koordination wenden sich Bürger, die spenden möchte, daher bitte an die unter www.arnsberg.de/zuwanderung/arnsberg-hilft/ angegebenen Kontaktadressen.

Quelle: Stadt Arnsberg