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Arnsberg (ots). Am Montag [19. Januar 2015] war gegen 14:00 Uhr eine Frau im Bereich des Brückenplatzes in Arnsberg unterwegs. Die 79-Jährige begegnete drei jungen Frauen, die der Rentnerin einen Zettel vorhielten, auf dem um Spenden gebeten wurde. Die Frau entschloss sich dazu, den Frauen einen Betrag zu geben und nahm hierzu ihre Geldbörse heraus.

Bei der Suche nach dem passenden Geld fiel der 79-Jährigen das Portemonnaie zu Boden. Eine der Bettlerinnen hob das Portemonnaie auf und gab es der Verliererin zurück. Anschließend gingen die drei jungen Frauen weiter. Als sie bereits außer Sichtweite waren, bemerkte die gutherzige Rentnerin, dass sie bestohlen worden war. Aus ihrer Geldbörse fehlte Scheingeld. Es muss davon ausgegangen werden, dass die drei Bettlerinnen den Moment genutzt haben, als das Portemonnaie der 79-Jährigen zu Boden fiel, um die Scheine daraus zu stehlen.

Das bestohlene Opfer beschrieb die drei jungen Frauen als etwa Anfang 20 mit dunklen Haaren. Alle machten einen gepflegten Eindruck. Gesprochen hat keine der drei Frauen, weshalb zu einem möglichen Akzent keine Hinweise vorliegen. Zeugen, die Hinweise zu den drei jungen Frauen geben können, werden, gebeten, Kontakt zur Polizei Arnsberg unter 02932-90200 aufzunehmen.

Der Polizei ist ein derartiges Vorgehen leider bestens bekannt. Die Täterinnen geben regelmäßig vor, taubstumm zu sein und bitten ihre Opfer unter Vorhalt eines Zettels um Spenden. Auf dem Zettel ist dann zu lesen, dass die Spenden für den Aufbau einer Einrichtung für Taubstumme gedacht sind. In Wahrheit geht es den Täterinnen aber um etwas ganz anderes: Sie nutzen den Moment des Spendens aus, um ihre Opfer zu bestehlen. Dabei geht es sowohl um fingerfertige Diebstähle aus Portemonnaies, aber auch um andere Wertgegenstände, die die ahnungslosen Opfer in ihrer Kleidung bei sich tragen. Der vorgehaltene Zettel dient dabei der Ablenkung und dem Sichtschutz. Die Polizei kann nur dringend dazu raten, derartigen Spendenansinnen nicht nachzukommen. Achten Sie bei Spenden auf die Seriosität des Sammlers. Diese können sich immer entsprechend ausweisen. Einen guten Anhaltspunkt bieten dabei auch Spendensiegel.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Grafik: © KPB HSK (mit Genehmigung zur redaktionellen Verwendung)