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Arnsberg. Bürgermeister Hans-Josef Vogel und Petra Schmitz-Hermes sowie Christian Kampwirth von der BürgerStiftung Arnsberg zeichneten am Freitag die Preisträger des Wettbewerbes „Arnsbergs grüne Daumen“ aus. Eine Jury des im vergangenen Jahr ausgelobten Wettbewerbes wählte aus insgesamt 21 eingereichten Vorschlägen folgende Preisträger aus:

Arnsbergs grüne Daumen

Arnsbergs grüne Daumen

Die Idee einer „Obst- und Blumenwiese“ einer groß angelegten Gemeinschaftsaktion im Stadtteil Moosfelde aus verschiedenen Gruppen. Hier soll eine bisher eintönige Rasenfläche an der Grundschule mit der Anpflanzung von Obstbäumen und Beerensträuchern, Blumen und Gemüse aufgewertet werden. Die Aktion fördert dabei in besonderer Weise die Gemeinschaft innerhalb des Stadtteils.

Ein „Picknick-Platz“ im Bereich des Sole- und Sportparks „Große Wiese“ verbindet nachhaltiges Gärtnern mit einer attraktiven Gestaltung auf einer öffentlichen Fläche und trifft damit genau den Wettbewerbsgedanken. Dabei ist dieser Beitrag von Frau Viola Renk als Einzelperson in Planung und Durchführung dieses Projektes besonders lobenswert.

Unter dem Motto „Essbare Freiräume“ macht die Arnsberger Wohnungsbaugenossenschaft aus ihren Freiflächen im Bereich der Heinrich-Lübke-Straße in Zusammenarbeit mit den Bewohnern begehbare Nutzgärten – mit Zucchini, Mangold und andern Gemüsearten. Dabei soll auch auf die genetische Vielfalt in der Landwirtschaft durch jährlich wechselnde Gemüsearten hingewiesen werden.

Mit der Übernahme des Kneippkräutergartens in Brökelmanns Park durch die Grundschule St. Michael soll eine frühzeitige Verantwortung von Schulkindern für die Natur gefördert und naturkundliches Wissen im Umgang mit Pflanzen vermittelt werden. Dabei zeigt der Anbau verschiedener Pflanzen, Kräutern, Blumen und Gemüse auch die Vielseitigkeit der Natur im Wechsel der Jahreszeiten.

In der Wolfsschlucht im Stadtteil Alt Arnsberg bildet die Bepflanzung einer städtischen Wiese in Ortsrandlage mit Obstgehölzen und Wiesenblumen einen schönen Übergang in die freie Landschaft. Die Aktion wurde von Johann Mantsch vorgeschlagen, die auch die Gestaltung und Pflege der Fläche übernehmen will.

Durch das Ausbringen von Blumensamen entlang des RuhrtalRadweges soll ein „blühendes Band“ entstehen, welches alle Ortsteile Arnsberg miteinander verbindet. Die Jury würdigte diese Idee der Neuen Arbeit Arnsberg mit ihren Ruhrtal-Radweg-Rangern ebenfalls mit einem Preis.

Zusätzlich wurde ein Sonderpreis an die Kindertagesstätte „Entenhausen“ im Ortsteil Bruchhausen vergeben. Bereits seit Jahren setzt dieser Kindergarten die Idee des Wettbewerbes „Arnsbergs grüne Daumen“ tatkräftig um. Den Kindergartenkindern wird durch den Umgang mit Pflanzen schon sehr früh ein besonderer Zugang zur Natur ermöglicht: Mit allen Sinnen.

Insgesamt werden den Preisträgern für die Umsetzung ihrer Ideen 5.000 Euro von der BürgerStiftung Arnsberg zur Verfügung gestellt. „Die Preisgelder sind dazu gedacht, die Umsetzung der prämierten Ideen zu finanzieren“, so Petra Schmitz-Hermes von der BürgerStiftung Arnsberg. Nicht nur kreativ werden, sondern die eigene Idee dann auch verwirklichen und so nachhaltig einen Nutzen für die Allgemeinheit schaffen, war also das Motto des Wettbewerbs. Mit dem Sonderpreis erhält darüber hinaus die Kindertagesstätte „Entenhausen“ einen Geldbetrag in Höhe von 250 Euro zur Fortführung seiner Arbeit.

Zum Hintergrund des Wettbewerbes „Arnsbergs grüne Daumen“

Der Wettbewerb ist Teil der Bewerbung der Stadt Arnsberg beim Bundeswettbewerb „Entente Florale – Gemeinsam Aufblühen“. Dieser Wettbewerb (vormals „Unsere Stadt blüht auf“) wird jährlich vom Zentralverband Gartenbau, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Tourismusverband initiiert. Ziel ist es, mehr Grün und Lebensqualität in die Stadt zu holen, die touristische Attraktivität der Städte zu steigern und das Bürgerengagement zu fördern. Schwerpunkt für 2013 ist das Thema „Reiche Ernte – reiche Blüte“. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.entente-florale.de.

Im Rahmen des von der BürgerStiftung Arnsberg und der Stadt Arnsberg ausgelobten Wettbewerbes „Arnsbergs grüne Daumen“ wurden Ideen gesucht, die zu einer Aufwertung öffentlich einsehbarer privater Flächen (z. B. einen Vorgarten), einer öffentlichen Grünfläche im Straßenraum, im Park oder am Wegesrand innerhalb der Stadt Arnsberg beitragen und das Stadtbild nachhaltig verschönern.

Weitere Informationen unter http://www.arnsberg.de/gruene-daumen.

Quelle: Stadt Arnsberg