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Arnsberg/Niedereimer. Aufgrund des großen Interesses und regen Zuspruchs zeigt der Arbeitskreis Dorfgeschichte Niedereimer e.V. erneut den Dokumentarfilm „Die sich gegenüberstanden“. Der Film ist am Mittwoch [16. Mai 2012] um 20.00 Uhr im Stephanushaus (neben der Kirche) zu sehen.

Der Eintritt für geschichtsinteressierte Besucher und Zeitzeugen ist an diesem Abend frei. Die Einführung in den 52-minütigen Dokumentarfilm übernimmt der Kriegsteil-nehmer Josef Hendricks. An diesem Abend wird voraussichtlich auch die Moskauerin Natascha Michalkowa, eine gute Freundin der Familie Hendricks, zugegen sein.

Der Dokumentarfilm, mit dem Leitgedanken „Reue, Vergebung und Achtung“, berichtet über die Kämpfe und Leiden der sowjetischen 324. Schützendivision und der 211. deutschen Infanteriedivision. Diese standen sich von Februar 1942 bis zum Sommer 1943 im Stellungskrieg am Fluss Shisdra, einige Kilometer vor Moskau gegenüber. Auf die typischen Kampfszenen vieler anderer Kriegsfilme wird hierbei fast gänzlich verzichtet. Es kommen hierbei nahezu ausschließlich Zeitzeugen zu Wort, die auf russischer oder deutscher Seite teilgenommen haben.

Russisches Fernsehteam 2004 bei der Arbeit. Foto: Privat

Zu sehen sind die Kriegsschauplätze wie sie der Betrachter heute zu sehen bekommen würde. Der 91-jährige Kriegsveteranen Josef Hendricks aus Niedereimer ist einer von ihnen, der selber diesen Stellungskrieg am Fluss Shisdra hautnah miterlebt hat und auch in dem Film zu Wort kommt. Der Fernsehfilm wurde im Rahmen der russisch-deutschen Aktion „Die große Versöhnung“ im Sommer 2004 auch in beträchtlichen Teilen bei Familie Hendricks in Niedereimer aufgenommen.

Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge wird an diesem Abend Informations-material auslegen. Zudem bietet der AKD das Heimatblatt „Der Ninivit“ Nr. 7 mit Zeitzeugenberichten von Niniviten zum Thema „60 Jahre Kriegsende“ zum Preis von 3,- Euro an. Dieses Heft stieß bereits im Jahre 2005 auf großes Interesse.

Quelle: Detlev Becker, Niedereimer