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Arnsberg / Voßwinkel. Der Arbeitskreis Dorfgeschichte hat jetzt die neue Ausgabe der „Voßwinkeler Rückblicke“ vorgelegt, wieder mit interessanten Berichten aus der Geschichte des Dorfes.

Im dritten Teil der Schulgeschichte haben die Mitglieder des AK für das aktuelle Heft die neuere Zeit aufgearbeitet. Mit der Einweihung des heutigen Schulgebäudes im Jahre 1966 brach für Lehrer und Schüler eine neue Zeit an, auch wenn Turnhalle und Lehrschwimmbecken noch nicht fertiggestellt waren. Kurz nach der Einweihung kam aber schon die große Schulreform in Nordrhein-Westfalen mit der Aufteilung der damaligen Volksschule in Grund- und Hauptschule.

Die Urbanusschule hatte im Oktober dieses Jahres das 50-jährige Jubiläum der Einweihung des heutigen Schulgebäudes gefeiert. Anlässlich dieses Jubiläums hatten Vertreter des AK Dorfgeschichte der Schulleiterin als Ergebnis aller Recherchen eine 200-seitige Dokumentation der Schulgeschichte übergeben.

Porträtiert werden im neuen Heft auch drei Schulleiter, die die Schule mitgeprägt haben. Anders als heute üblich, haben zwei der Schulleiter, Wilhelm Kaiser und Johannes Bannes, noch mit ihren Familien vor Ort gewohnt und sich auch in der Dorfgemeinschaft entsprechend engagiert.

Messdiener führen in den 1950er Jahren eine Wallfahrt nach Werl an, die zu der Zeit noch regelmäßig 250 bis 300 Teilnehmer hatte. Foto: © AK Dorfgeschichte Voßwinkel

Messdiener führen in den 1950er Jahren eine Wallfahrt nach Werl an, die zu der Zeit noch regelmäßig 250 bis 300 Teilnehmer hatte. Foto: © AK Dorfgeschichte Voßwinkel

Darüber hinaus bietet die neue Ausgabe wieder weitere interessante Themen: Bedeutung der Orts- bzw. Straßennamen Bellingsen und Alscher, Klimawandel vor 200 Jahren und einen Bericht über die früheren „Türmer und Glöckner“ an der Voßwinkeler Kirche. Das plattdeutsche Gedicht von Hobecks Gerd darf natürlich nicht fehlen. Fotos von Arbeitern in Voßwinkels Steinbrüchen werden mit der Frage verbunden, ob jemand aus der Leserschaft dem AK Dorfgeschichte mehr darüber berichten kann.

Die Geschichte des zweiten Arztes in Voßwinkel als Nachfolger von Frau Dr. Meerpohl, Dr. Alfons Lux, ist auch eine Geschichte von Flucht und Vertreibung. Die Familie Lux hatte in Schlesien alles verloren und musste hier ganz neu anfangen.

Auf 95 Jahre Fußwallfahrt nach Werl konnte die Kirchengemeinde in diesem Jahr zurückblicken. Der Artikel darüber beschreibt eine jährliche Tradition, die nur durch die Kriegsjahre unterbrochen war und bei der früher das „halbe Dorf“ unterwegs nach Werl war.

Diese Berichte, weitere Informationen und viele Bilder bietet das Heft wieder auf 24 Seiten. Zu erwerben sind die „Voßwinkeler Rückblicke“ bei den Mitgliedern des Arbeitskreises, in vielen Voßwinkeler Geschäften und im Neheimer Buchhandel zum Preis von nur drei Euro.

Quelle: Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel
Foto: © AK Dorfgeschichte Voßwinkel