Sundern/Amecke. Die Frage, wie es mit dem Freibad in Amecke weitergeht ist geklärt! Auch wenn der Betrieb in diesem Sommer nicht geöffnet wird, gibt es eine Erfolg versprechende Perspektive.
„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass mit der angestrebten Eröffnung des Ferienparks in Amecke zu Ostern 2012, wenn irgendwie möglich, gleichzeitig eine neue, moderne und ganzjährig betriebene Freizeitanlage auf dem Gelände des heutigen Freibads und möglicherweise auf der Fläche oberhalb des Parkplatzes ihre Türen öffnen kann!“ So lautet die Formulierung, die sich fünf Partner per Vertrag gesetzt haben, jetzt untersuchen und ausarbeiten werden. Damit könnte in zwei Jahren ein Ganzjahresschwimmangebot, ein Kinderspielhaus, eine Wellnessoase oder auch ein Gesundheitszentrum entstehen.
Eine komplette Sanierung des Freibads mit Millionenaufwand, Schließung des Bads, Errichtung eines Bürgerbads usw. – über ein Konzept für das Freibad musste bei einer extrem angespannten Haushaltslage auf der Gesellschafterversammlung der Sorpesee GmbH entschieden werden. Die Gesellschafter mussten über die Zukunft des Freibades und damit über eine wirtschaftlich schwierige und öffentlich sehr emotionale Frage abstimmen. Auch mit dem gefassten Beschluss bleibt die wirtschaftliche Verantwortung bei der Sorpesee GmbH, aber möglicherweise mit einem tragfähigeren Konzept, das die Stadtmarketing Sundern eG in Absprache mit der Stadt Sundern, der Sorpesee GmbH und dem Investor des Ferienparks in Amecke auf der Sitzung vorgestellt hat.
Die Gesellschafter der Sorpesee GmbH haben sich fast einstimmig für diese Alternative entschieden. Das Fazit des Vortrages zieht Franz Josef Rogoll so: „In jeder Krise steckt eine Riesenchance! Und diese müssen wir jetzt alle zusammen für Amecke nutzen!“ Wim Egging, der Vertreter der Sorpesee Resort GmbH, die Investorengruppe des Ferienparks, fasst das Ziel, das sich die fünf Partner gesetzt haben, so zusammen: „Wenn möglich, wollen wir mit allen Partnern ein attraktives, innovatives, zeitgemäßes und vor allem ganzjähriges Freizeitangebot am Sorpesee entwickeln.“
Gemeinsam mit einem weiteren potentiellen Investor, der langjährige Erfahrungen im Bau und Betrieb von Freizeitbädern hat, könnte das gefährdete Freibad nicht nur gerettet, sondern maßgeblich aufgewertet und sogar mit weiteren Freizeitangeboten ergänzt werden.
Da die notdürftige Sanierung des Bads für den Betrieb 2010 ca. 40.000,00 Euro kosten würde und diese Investitionen auf Grund der Überplanung des gesamten Freibadareals nach den drei Monaten Nutzung schon wieder hinfällig wären, wurde ebenfalls auf der Gesellschafterversammlung beschlossen, auf eine kurzfristige Öffnung des Bads in 2010 zu verzichten. Die langfristige Sicherstellung des Betriebes stand somit eindeutig im Vordergrund.
Um die Realisier- und Finanzierbarkeit nach allen Seiten sicherstellen zu können, haben sich die fünf Partner zusammengetan und einen Fahrplan für die nächsten Monate erstellt. Dabei wird die Stadtmarketing Sundern eG die Projektleitung übernehmen und den Prozess in Gang halten, zwischen den unterschiedlichen Positionen vermitteln und alle Ergebnisse dokumentieren.
Bis Ende März 2010 soll eine Aufstellung vorgelegt werden, die alle notwendigen Freizeiteinrichtungen auf dem Gelände des heutigen Freibads in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ferienpark enthält. So soll geklärt werden, wie neben einem Freibad ein Ganzjahresbad integriert werden kann, ob es auch Kinderspiel- und Animationsmöglichkeiten geben soll, wie das Angebot an Wellness und medizinischer Betreuung erweitert werden muss etc.
Bereits Ende April 2010 soll entschieden werden, welche Freizeitelemente an der Sorpe entwickelt werden können. Bis zum Juli 2010 soll ein Gesamtkonzept erstellt werden, über das Mitte August 2010 entschieden werden soll. Die zweite Jahreshälfte bis Ende November wollen die fünf Partner dafür nutzen, aus den Plänen und Skizzen ein tragfähiges und finanzierbares Konzept zu erarbeiten, das zur Gesellschafterversammlung der Sorpesee GmbH im Dezember 2010 zur Abstimmung vorgestellt wird. „Der Termin, den wir uns vorgenommen haben, ist sehr engagiert – deshalb müssen wir alle diszipliniert und genau arbeiten“, bewertet Theo van Oorschot, der Justiziar des Investors des Ferienparks, den enormen Zeitdruck.
Der Bürgermeister Detlef Lins, dem das Freibad sehr am Herzen liegt, bedauert zwar sehr, dass das Freibad Amecke im kommenden Sommer geschlossen bleiben muss. „Aber wir sehen hier eine Riesenchance, dass es touristisch auch in Amecke weitergeht und wir auch in Zukunft mit unseren Freizeitangeboten wettbewerbsfähig bleiben, dafür werde ich mich persönlich in das Projekt für die Stadt Sundern einbringen!“, so der Bürgermeister weiter. Die ambitionierten Fristen zeigen, dass alle Partner ernsthaft daran arbeiten, dass es schon in zwei Jahren ein neues Freizeitangebot auch rund um Amecke gibt!
Quelle: Stadtmarketing Sundern
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Welcher Redakteur hat diesen Beitrag veröffentlicht? Veröffentlicht von: Redaktion
am 10. Mrz 2010 und wurde einsortiert unter:
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